Papst Benedikt XVI. bei Pater Pio: Verbunden mit dem Gekreuzigten

In dankenswerter Weise bringt die „Tagespost“ immer wieder Artikel über Pater Pio, diesen ungewöhnlichen Heiligen unserer Zeit mit seiner leidenschaftlichen Christus- und Nächstenliebe. In der Nummer vom 23. Juni geschah das sogar auf vier Seiten. In seinen Ansprachen wies Papst Benedikt immer wieder auf die Heiligkeit Pater Pios, auf sein ganz Gebet gewordenes Leben hin (Predigt bei der Eucharistiefeier „Seelen führen und das Leid lindern“).

Umso befremdlicher und völlig unverständlich scheint mir in dem Artikel von Martin Zöller die Behauptung von Pater Pios „Wundmalen, die, so sagen Forschungen, mehr von banaler Säure als Christusähnlichkeit herrühren“. Es hat zu Lebzeiten des Paters zahlreiche Untersuchungen der Wunden mit kontroversen Ergebnissen gegeben, aber nach seinem Tod ist die Echtheit der Stigmata von der Kirche anerkannt worden, und – so sehr er in seinem Leben auch von höchsten kirchlichen Stellen angefeindet worden war –, im Jahre 2002, nur 34 Jahre nach seinem Tod, wurde er von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Papst Benedikt sagt in der bereits erwähnten Predigt von ihm: „Die Wundmale, die seinen Körper zeichneten, verbanden ihn aufs Engste mit dem Gekreuzigten und Auferstandenen.“