Norbert Lammert wünscht sich Papst aus Übersee: Der soll dann das Memorandum umsetzen

Inzwischen gibt es eine neue Art von Konfessionsbezeichnung. Geprägt von Bundestagspräsidenten Norbert Lammert. Auf der Jugendveranstaltung der katholischen Hochschulgemeinde Hamburg teilte er den jungen Leuten nämlich mit, dass er ein „protestantisch veranlagter Katholik“ sei („Tagespost“ vom 14. Januar). Seine Äußerungen werden gewiss nicht zur Klärung seiner Konfessionszugehörigkeit beigetragen haben. Seine Ansichten betreffs eines neuen Papstes aus einem nicht europäischen Land sehen wohl so aus, dass dieser eine völlig andere Sichtweise von der katholischen Kirche haben soll und diese im Sinne der „Memorandisten“ umgestalten werde.

Was stört ihn denn an unserem jetzigen Papst? Dieser wird von den meisten Menschen geachtet und von jungen Leuten gefeiert. Ist ihm bekannt, dass die meisten Kardinäle, die ihn im Jahr 2005 wählten, äußerten, sie hätten das Gefühl, er sei der rechte Mann, die Glaubenskrise im heutigen Europa anzupacken? Es wäre Norbert Lammert zu wünschen, dass ihn der Heilige Geist erleuchte.