Neues Layout der „Tagespost“: Bewährte Tradition über Bord geworfen: Ein Tick in Richtung weniger Seriosität

Herrn Pfarrer Vogt sei gedankt für seinen Leserbrief (DT vom 24. August). Wir teilen seine Gedanken und Empfindungen zum neuen Layout der Tagespost.

Die Antwort der Redaktion in der gleichen Ausgabe der Tagespost ist enttäuschend. Ja, ein neues Layout ist – wie eine modisch neue Krawatte – gewöhnungsbedürftig und auch Geschmackssache. Das ist ja noch einzusehen. Wie jedoch Änderungen im Layout unter anderem mit linksbündigem Titelkopf zum Ausdruck bringen können, „dass das Katholische, wofür die Zeitung steht, nichts Angestaubtes ist, sondern zeitgemäß und zukunftsweisend, also modern“, erscheint nicht nachvollziehbar.

„Das Katholische“ ist seit 2 000 Jahren modern und braucht dies nicht durch ein kurzlebiges neues Layout zu beweisen! Im achten Lebensjahrzehnt stehend haben wir erlebt, wie simple Veränderungen oft genug als zukunftsweisende Modernisierung deklariert und dabei bewährte Traditionen über Bord geworfen wurde.

So reminiszieren wir denn mit Herrn Pfarrer Vogt: „Wie schön waren doch die alten dominanten Literae auf der Titelseite der Tagespost.“

Als einer der ältesten Bezieher Ihres geschätzten Blattes sehe ich mich gedrängt, zur Frage der neuerlich veränderten Erscheinungsform Ihrer Zeitung mein Empfinden zu äußern: Ich empfinde die Veränderung nicht sehr geglückt. Meines Erachtens ist ein Tick in Richtung Verlust der gewohnten Seriosität entstanden. Auf die Anfrage von Herrn Pfarrer Vogt werden Sie sich auch in Zukunft schwer tun, eine überzeugende Antwort zu geben.