Natürliche Empfängnisregelung und die Bischofskonferenz: Wieso denken die Bischöfe nicht um?

Auch nach Fasching darf man mal träumen. Die deutsche Bischofskonferenz verfasst Jahre nach der Königsteiner Erklärung ein geradezu revolutionäres Statement: „Was damals aus berechtigter Sorge, insbesondere auch nach kritischer Bewertung der damals sehr begrenzten Möglichkeiten der natürlichen Empfängnisregelung (NER), gleichsam ein Gebot der Stunde war, muss heute in einem völlig anderen Licht gesehen werden. Heute muss sogar eingeräumt werden, dass die künstliche Empfängnisverhütung ihre verheißungsvollen Versprechen nicht einhalten konnte. Sie kann insbesondere einer heute dringend gebotenen Prüfung auf Nachhaltigkeit in keinster Weise standhalten. Die Umweltbelastung durch Produktion und Verpackungsmüll, die Verunreinigung der Gewässer durch schwer bis gar nicht abbaubare künstliche Hormone kann nicht mehr übersehen werden. Darüber hinaus ist jedes menschliche Leid, das durch unerwünschte Nebenwirkungen wie Migräne, Depressionen, Embolien und Schlaganfälle verursacht wird, ein Anruf an unser Gewissen. Demgegenüber haben die verschiedenen Methoden der NER nie erwartete Weiterentwicklungen erfahren mit durchaus beachtlichen Beiträgen namhafter Ärzte aus dem deutschen Sprachraum (Rötzer, Döring, Schnell, Frank-Herrmann). In Zeiten der Globalisierung und des Word Wide Web hoffen wir den bedauerlichen deutschen Rückstand auf diesem Gebiet in unserem Verantwortungsbereich schnell und unbürokratisch aufzuholen.“

Leider nur ein Traum?