Mein Junger Glaube im Alltag: Mein Verwandter, der IKaplan

„Mein junger Glaube im Alltag“ – an dieser Stelle schreiben jeden Samstag junge Frauen und Männer aus dem Team der „Jungen Federn“, was sie persönlich gerade mit ihrem Glauben erleben, was sie bewegt, ärgert, freut, stutzig macht oder staunen lässt.

IPod, IPhone, IPad, IKaplan – Moment, ist Apple auf einmal katholisch geworden? Das ist schwer zu glauben, denn ein lukratives Geschäft wäre es für den Konzern sicher nicht. Und außerdem kann man einen Priester doch nicht einfach durch zum Beispiel einen Roboter oder ein anderes technisches Gerät ersetzen! Nein, der IKaplan Colonia ist ein seit kurzem im Internet erscheinender Blog eines meiner Verwandten, dem jungen Priester Tobias Schwaderlapp aus dem Erzbistum Köln. Ich finde so etwas faszinierend, wie sich die moderne Technik für den Glauben nutzen lässt.

Als Priester wird Tobias bei vielen Feierlichkeiten, bei fröhlichen und traurigen Anlässen, auf der Straße und sogar bei McDonalds von Leuten angesprochen, die sich für tausendundeine Sache interessieren, die den katholischen Glauben betreffen. Manchmal aber weiß er nicht sofort eine Antwort auf diese vielen Fragen, dann muss er sich selbst informieren und überlegen, was er antwortet. Das braucht Zeit und auch deshalb ist er auf die Idee gekommen, solche Fragen dann in einem Blog zu beantworten. Dort möchte er im Plauderton über die bunte, vielfältige und manchmal sogar für ihn selbst verwirrende katholische Welt schreiben und seinen Lesern somit ein bisschen näherbringen, wie Katholiken so ticken ...

Nach dem ersten Artikel, den er Ende Februar veröffentlichte, erscheinen nun regelmäßig neue Antworten auf Fragen wie „Warum gibt es bei euch freitags kein Fleisch?“, „Warum immer so ein Tamtam um die Erstkommunion?“ oder „Wieviel Party verträgt der Karfreitag?“ Die Leser können selbst weitere Fragen stellen und seine Texte gegebenenfalls ergänzen. Dazu hat er eine Kommentarfunktion eingerichtet.

Klar ist der Aufbau der Seite schlicht, das macht sie aber auch übersichtlich. In den Randrubriken kann man auf die Archivartikel aus den bis jetzt zwei Monaten Februar und März zugreifen. Darüber hinaus sind die Artikel aber auch verschiedenen Themengebieten wie „How to“, „Sakramente“ oder „Zum Nachdenken“ unterteilt. Der IKaplan ist jedoch nicht nur über die Seite ikaplancolonia.wordpress.com zu erreichen. Wenn man möchte, kann man sich durch die Angabe seiner E-Mail Adresse auf dem neuesten Stand halten lassen oder dem IKaplan auf facebook und twitter folgen.

Die Seite ist auf jeden Fall einen Blick wert, sie ist ein Stück junger Glaube im Alltag. Mein Verwandter ist jedenfalls mit dem Start seines Blogs zufrieden: Nach elf Tagen hatte er nach Angaben von Wordpress schon über 2 000 Klicks.