Mediennetzwerk Pontifex diskutiert über Kirchensteuer : Auch um die kümmern, die austreten : Neuevangelisierung an die erste Stelle setzen

Zum Beitrag „Was vom Geld wirklich bleibt“ (DT vom 5. November): Für Ihren Bericht zum Thema Kirchensteuer danke ich Ihnen. Es ist gut, wenn ein solches Thema, das ja immer wieder Kritik hervorruft, behandelt wird.

Ich mache mir Sorge um Leute, die diese Kirchensteuer nicht bezahlen wollen, aus welchen Gründen auch immer. Sie müssen den Austritt aus der Kirche erklären. Sie müssen sich negativer hinstellen, als sie vermutlich sind. Sie wollen gar nicht die Kirche selbst in Frage stellen, vielleicht nur die Höhe dieser Steuer. Von Seiten der Kirche aber werden sie nochmals negativer gesehen, als ob sie den Glauben, das Leben mit Gott, die Sakramente und so weiter ablehnen würden. Sie werden aus den Listen gestrichen und nicht mehr eingeladen. Sehr missionarisch sieht das nicht aus.

Bei allen Programmen zur Neuevangelisation müsste dieses Thema eine Rolle spielen. Die Kirche lebt nicht von festen Abgaben, sondern von Spenden, die vermutlich auch in der benötigten Höhe eingehen werden. Ein bisschen weniger hätte vermutlich den Vorteil, dass Leute, die an sich nicht für eine kirchliche Aufgabe geeignet sind, nicht mehr so leicht eingestellt werden.

Danke für den Bericht über die Diskussion zur Kirchensteuer. Was nützt das ganze Geld, wenn der Glaube derart erodiert, wie das bei uns der Fall ist. Deshalb muss doch die Frage sein, setzen wir das Geld mit den richtigen Prioritäten ein: Neuevangelisierung muss an erster Stelle stehen.