Lübecker Märtyrer: Ein Beitrag zu echter Ökumene

Die Seligsprechung der Lübecker Märtyrer hat „Die Tagespost“ schon seit Jahren redaktionell begleitet. Vielen Dank dafür, besonders weil es ein Beitrag zu echter Ökumene ist. „Ökumene im Martyrium“, da kann man auch an die „Weiße Rose“ der Geschwister Scholl, beide protestantische Christen, an Alexander Schmorell (orthodox), Willi Graf und Professor Kurt Huber (katholisch) denken, besonders aber an den ungetauften Christoph Probst aus Murnau (Bistum Augsburg), der eine Stunde vor seiner Hinrichtung durch das Fallbeil am 22. Februar 1943 von einem katholischen Priester getauft wurde. Als Märtyrer in der Taufgnade sterben, wenn das kein Heiliger ist? Ein anderes Beispiel für Ökumene im Martyrium liegt genau 125 Jahre zurück. Am 3. Juni gedachte die Kirche des heiligen Karl Lwanga und seiner 12 Gefährten. Der König von Uganda ließ gleichzeitig auch 13 anglikanische junge Christen foltern und lebendig verbrennen.