LGBT-Lobby in den USA: Es geht nicht nur um Toiletten

Zum aufschlussreichen Artikel von Sebastian Krockenberger „Es geht ihm nicht nur um die Homo-,Ehe‘ “ vom 11. August erlauben Sie mir eine Anmerkung. In dem Artikel wird, wie fast immer in diesem Zusammenhang, davon gesprochen, dass Transgender-Gesetze Menschen erlauben, Toiletten entsprechend ihrer subjektiven Geschlechtszuschreibung aufzusuchen. Es geht bei diesen Gesetzen aber regelmäßig nicht nur um Toiletten, sondern auch um Gemeinschaftsduschen, Umkleideräume und Schlafsäle.

Der Erlass der amerikanischen Justiz- und Kultusministerien vom Mai 2016 („Dear Colleague Letter on Transgender Students“) erwähnt etwa ausdrücklich „restrooms, locker rooms, shower facilities, housing, and athletic teams“. Dies bedeutet: Wenn jemand, der eindeutig die körperlichen Merkmale eines Mannes trägt, mit Hinweis auf sein weibliches Selbstempfinden einen Mädchen- oder Frauenduschraum aufsucht, können Beschwerden dagegen mit Verweis auf „Transgender-Gesetze“ zurückgewiesen werden; die Beschwerdeführerin würde sich zugleich der Diskriminierung verdächtig machen. Die ideologische Rücksichtslosigkeit solcher Gesetze erscheint offensichtlich.