Kirchliches Arbeitsrecht: Erzbischof Heße kritisiert Mitbrüder : Eingeständnis einer Niederlage

Die Bischöfe haben sich sicher Gedanken gemacht über das neue Arbeitsrecht. Aber es ist nicht recht, es so zu loben, wie es der Hamburger Erzbischof getan hat, und die Amtsbrüder zu kritisieren, die Bedenken haben (DT vom 4. August).

Das neue Arbeitsrecht ist im Grunde das Eingeständnis einer totalen Niederlage. „Nach fünf Jahren soll die Grundordnung auf ihre Zweckmäßigkeit und Wirksamkeit hin überprüft werden.“ Jetzt schon ist abzusehen: Die „Zweckmäßigkeit“ wird darin bestehen, dass unsere katholischen Einrichtungen weiter aufrecht erhalten bleiben. Die „Wirksamkeit“ wird darin bestehen, dass „katholisch“ kaum noch zu erkennen ist. Ein Leben in der Ordnung der Natur oder gar nach den Zehn Geboten Gottes gehört offensichtlich nur noch in der Theorie, aber nicht mehr in der Praxis zu den erforderlichen Qualifikationen in kirchlichen Einrichtungen. Es sind ja schließlich überall „Werte“ zu finden.