Kampf um die Meinungsfreiheit: Falschen Behauptungen in Medien widerstehen

Ich gratuliere Herrn Hollemann zum Mut zu dieser Klage. Er kämpft hier im Grunde nicht für sich. Es geht ihm gar nicht darum, Recht zu behalten. Er setzt sich mit dieser Klage dafür ein, dass in unserem Staat nicht durch die Hintertür wieder das Faustrecht eingeführt wird.

Die Pressefreiheit in Ehren. Aber sie darf nicht dazu missbraucht werden, durch Falschbehauptungen Menschen zu diskreditieren, wie das hier durch die „Süddeutsche“ eindeutig geschehen ist. Journalisten, die ein besonders hohes Maß an Verantwortung für das auskömmliche Miteinander haben, sind zur Sorgfalt zu verpflichten wie es auch von jeder anderen Berufsgruppe gefordert wird: Handwerker, Architekten, Ärzte, Beamte, Erzieher und Lehrer dürfen nicht oberflächlich und schludrig arbeiten und müssen für Fehler haften.

Es wird Zeit, dass diese Selbstverständlichkeit auch für Journalisten gilt, die mit Falschbehauptungen locker und leicht Persönlichkeiten und Existenzen zerstören können. Ich bedaure, dass dies in diesem Fall nicht auch der Presserat erkannt hat. Umso nötiger, dass das jetzt nicht einfach so stehen bleibt.

Darum hoffe ich um der künftigen Rechtsstaatlichkeit und der Meinungsfreiheit willen, dass Herrn Hollemann das ihm zustehende Recht auch zugesprochen wird und die Grenzen der Pressefreiheit aufgezeigt wird. Danke, dass er sich nach allen Anfeindungen nun auch noch diesem schwierigen Unterfangen stellt.