Jesus und linke Politik: Die CDU ist nur eine Notlösung

Zum Leserbrief „Jesus würde die Partei Die Linke wählen“ (DT vom 29. August): Jesus ist ein Freund der Armen und Unterdrückten und warnt auch vor den Gefahren des Reichtums. Aber er ist nicht ein Sozialrevolutionär aus heutiger Sicht, denn ihm geht es um das Reich Gottes, um die Umkehr von der Sünde und das Streben des Menschen nach dem ewigen Leben. Er hat nicht das Paradies auf Erden für alle Menschen gepredigt, sondern, wenn wir im Bild bleiben, das Paradies der neuen Welt in der Zukunft nach dem Tode des Menschen.

Auch mir gefallen manchmal die Parolen linker Parteien, zu denen ich auch die SPD zähle, wenn sie sich für den einfachen Menschen einsetzen und die Lebenssituation armer Menschen verbessern wollen. Aber ihre Programme sind meistens nicht realistisch, das heißt bezahlbar. Außerdem vermute ich, dass die linken Parteien, wenn sie das Sagen haben, wieder das Christentum in Deutschland und Europa bekämpfen, und dann offen und nicht versteckt, wie es heute aus taktischen Gründen geschieht. Seit meinem 21. Lebensjahr wähle ich, und später auch mit der ganzen Familie, die CDU, aber seit etlichen Jahren nicht mehr als christliche Partei, die sie nur noch mit einzelnen Abgeordneten ist, sondern als bürgerliche Partei, weil es keine andere christliche Partei gibt, die genügend Stimmen bekommt, um christliche Belange zu vertreten. CDU ist nur noch eine Notlösung. Viele in meinen Kreisen denken so.

Heinz Wachter,

45657 Recklinghausen