Israelreise mit der „Tagespost“: Gottvertrauen als Wegbegleiter

In „Israel und seine Pilger“ (DT vom 9. September) berichtete Pater Franz von Sales über die Bedeutung von Pilgerreisen nach Israel. Hierbei ging es nicht nur um die bleibenden Eindrücke und Erfahrungen der Pilger, sondern auch um die Bedeutung dieser Reisen für die Begegnung mit der Ortskirche des Heiligen Landes. Ich war zweimal in Israel – einmal 1980 und 2014 erstmals mit der „Tagespost“. Die erste war eine touristisch ausgerichtete Reise, der Eindruck vom Heiligen Land und den Heiligen Stätten war groß. Welch ein Unterschied mit der „Tagespost“: Die hervorragend organisierte Reise (Bayerisches Pilgerbüro) wurde durch die täglichen Eucharistiefeiern mit dem Prälat Putz zu einem täglich wachsenden Miteinander der Mitreisenden – zu einer wirklichen Communio.

In Qumram am Toten Meer sahen wir in der Abendsonne im Gebirgszug Abarim den Berg Nebo. Mose stand auf ihm und durfte das Gelobte Land sehen, aber nicht betreten (Deuteronomium 32,48ff). Auch für uns stand der Berg nicht mehr auf dem Reiseplan. Als nun die „Tagespost“ das Programm der Israel/Jordanien-Reise 2017 veröffentlichte und nicht nur Galiläa, sondern auch Jordanien auf dem Programm standen, war für meine Frau und mich der Entschluss gefasst: Dieses Mal wollen wir auf dem Berg Nebo stehen und in das Heilige Land schauen. Hinunter auf das Tote Meer, hinauf in das Bergland Judäas, nach Jerusalem. Und auf der Rückfahrt nach Tel Aviv wollen wir die zweite Emmaus-Stelle besuchen, eben jenes Emmaus Nikopolis, wo wir Pater Franz von Sales kennenlernen werden. Wir haben uns in Israel zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt. Übrigens: Gottvertrauen ist ein wunderbarer Wegbegleiter.