Homosexuelle Verbindungen nicht mit der Ehe gleichstellen: Der Vatikan bleibt konsequent

Die Forderungen nach einer Gleichstellung homosexueller Verbindungen mit der von Gott gestifteten Ehe zwischen Mann und Frau wollen nicht verstummen. Neuerdings wird wiederum der Vatikan kritisiert (Bericht der „Tagespost“ vom 4. Dezember), weil er in seiner Ablehnung homosexueller Praktiken konsequent bleibt, anstatt auch in dieser Hinsicht ein „mea culpa“ zu sprechen. Die Kirche müsste wohl ein „mea culpa“ sprechen, wenn sie diese moralischen Verirrungen den Menschen gegenüber verschweigen würde. Es wäre wirklich absurd, zu einem Menschenrecht zu deklarieren, was in der Heiligen Schrift scharf verurteilt wird. Daher kann und darf man solche sexuellen Handlungen nicht als eine Privatangelegenheit beurteilen, weil das für die Menschheit weitreichende Folgen hätte. Kardinal Schönborn sieht hierin das dritte Nein nach der Ablehnung von Humanae vitae und dem Skandal der Abtreibungen, das Europa in den letzten Jahrzehnten zu seiner eigenen Zukunft gesagt hat. Wer also auch nur eines dieser drei Neins zur Zukunft Europas praktiziert oder gar noch verteidigt, wird sich dafür einmal vor Gott verantworten müssen.