Glaubensseite der Jungen Federn: Das Kreuz und seine Botschaft : Kreuzestheologie: Schlag nach bei Ratzinger

Danken möchte ich für den Beitrag von Georg Dietlein über das Kreuz und seine Botschaft (DT vom 26. Oktober).

Für viele glaubenslose Menschen ist das Kreuz bedeutungslos, wirkt abstoßend, Verachtung provozierend. Christen kann der Anblick eines Kruzifixes, des Gekreuzigten, irritieren, vielleicht sogar ratlos machen, und wir fragen, wie der Autor, wieso der Menschensohn eigentlich leiden musste, und ob uns das Kreuz nicht letztlich zum Irrglauben an einen zornigen und rachsüchtigen Gott verleitet. Ein solches Gottesbild lehnt er ab; denn Gott braucht den Tod seines Sohnes nicht, um Befriedigung für eine Ehrverletzung zu erlangen.

Jesus Christus ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben. Das bezeugt die Heilige Schrift mit Ausdrücken, die uns heute befremden: Erlösung, Sühne, Opfer, Lösegeld und andere. Georg Dietlein stellt fest, dass wir nicht mehr verstehen, was sich dahinter verbirgt. Ist diese Tatsache nicht ein Appell, durch Lektüre und Studium der Heiligen Schrift solche Begriffe im Zusammenhang der Heilsgeschichte zu entschlüsseln, um mit ihrer Hilfe die Botschaft des Kreuzes kennenzulernen?

Zum Verständnis des Kreuzes ist auch die Theologie heranzuziehen. Joseph Ratzinger erklärt in „Einführung in das Christentum“ die Kreuzestheologie der Heiligen Schrift: Im Kreuzesgeschehen kommt Gottes unermessliche Barmherzigkeit zuerst entgegen und zeigt uns die Größe seiner unermesslichen Liebe.