Freilichttheater zum 1 000. Geburtstag von Hermann Contractus : Theologie und Kunst miteinander verbunden

Danke für den Artikel „Großes wächst in der Stille zu einem heiligen Spiel“ (erschienen in „Die Tagespost“ vom 10. August), der in Klarheit und Tiefe Biographisches, Theologisches und Künstlerisches verbindet.

Für mich hatte die Darstellung auch persönliche Bezüge. Im Sommer 1991 weilte ich mit meiner Mutter und mit meinem herzkranken, damals 47-jährigen Bruder Hermann in Allensbach und besuchte von dort aus die Insel Reichenau. Im nahegelegenen Hegne lernten wir die Verfasserin der Biographie des Hermann Contractus kennen.

Das Buch „Die letzte Freiheit“ ist ein Schatz in meinem Bücherschrank! So war der „Tagespost“-Beitrag für mich von besonderer Bedeutung, auch wenn ich damals zunächst nur einen schönen Ferienaufenthalt auf der Insel erlebte. Als Anstoß für diese Zeilen musste dann aber etwas hinzukommen: Fast mitten in dem schönen Text findet sich der Vermerk, dass Hermann dem Lahmen das „Salve Regina“ zugeschrieben wird, jene etwa 1 000-jährige Antiphon, die ich fast jeden Sonntag in der Trierer Domvesper mitsinge.

Dieses Gebet innerhalb des reichen Programms zum Jubiläum auf der Reichenau hervorgehoben zu sehen, gibt in meinen Augen dem Artikel eine Tiefe, für die ich besonders danke! Die Aufmerksamkeit für Maria führt ins rettende Vertrauen. Am Ende heißt es so schön, dass mit der persönlichen Entscheidung für das Vertrauen auf Gott der „neuralgische Punkt“ in der Glaubensentwicklung des Hermann getroffen ist.