„Eine neue Form der Ausbeutung“: Professor Ockenfels im Interview zum Thema Migration: Die Probleme nicht schöngeredet

Schönen Dank für die klaren Worte im Gespräch zwischen Herrn Oliver Maksan und Professor Wolfgang Ockenfels („Eine neue Form der Ausbeutung“ in der „Tagespost“ vom 23. April)

Professor Ockenfels beschreibt, was in der Regel in unseren neoliberalen Medien nicht thematisiert wird. Vor allem werden Probleme nicht schöngeredet, wie im Artikel von Professor Kruip vom 12. März. Demnach gilt, christliche Moral hat die vielfältigen Formen von Armut und Not zu überwinden. Dies allerdings zuerst im eigenen Land. Die weltweiten Armutsprobleme können nicht alleine von Europa oder Deutschland bewältigt werden.

Unsere Regierungen in Europa, auch das ehemalig so reiche Deutschland, haben durch den liberalen Finanzkapitalismus, insbesondere infolge ihrer nicht mehr korrigierbaren Verschuldung, sich finanziell an den Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs manövriert. Eine weitere ungebremste Zuwanderung ausländischer Bürger ist wirtschaftlich, und was unsere Sozialsicherungssysteme anbelangt, nicht mehr zu verkraften. Von unseren einseitig berichtenden linksliberalen Medien wird diese Problematik totgeschwiegen. In diesen Medien wird Zuwanderung gerechtfertigt mit demographischen Entwicklungen und Facharbeitermangel in Deutschland und Europa. Bei der dauerhaften hohen Arbeitslosigkeit in Millionenhöhe in den 27 EU-Staaten brauchen wir keine Zuwanderung, weder aus Nordafrika noch anderen Ländern, sondern die Aus- und Weiterbildung unserer eigenen Jugend. Zuwanderung dient dazu, das Lohnniveau in Europa zu senken.

Die Reproduktionsverweigerungshaltung junger Menschen bedingt tatsächlich demographische Probleme. Die Menschen spüren, dass unter den Zwängen eines menschenunwürdigen Kapitalismus unsere Regierungen eine soziale Gerechtigkeitsverteilung nicht mehr gewährleisten können. Es gilt, Werten wie Ehe und Familien mit Kindern den richtigen Stellenwert zuzuweisen. Der ideologiebesetzte Gleichstellungswahn und die millionenfachen vorgeburtlichen Kindstötungen sind die wahren demographischen Probleme und die größten Feinde der Familie als Keimzelle jeder Gesellschaft und des christlichen Abendlandes.

Multikulturelle Gesellschaft wie auch Integration sind, auch nach Worten unserer Politiker, gescheitert. Die Errungenschaften unserer christlich-abendländischen Kultur stehen auf dem Spiel. Die Ideologie von Multi-Kulti, Gleichstellung der Geschlechter und falsche Toleranz gegenüber allem, insbesondere Familie, Ehe und Religion, haben versagt. Wehren wir uns gegen Formen der Ausbeutung der eigenen Bürger und der Brüder und Schwestern im Ausland.