Die Sterbehilfe-Debatte und die Frage nach der Unsterblichkeit : Verantwortungslos, wenn das verschwiegen wird

„Der Druck wächst: Am Ende kann es jeden treffen.“ So wurde der Leserbrief von Susanne Hartfiel aus Bremen zu dem sehr aktuellen Thema Sterbehilfe und assistierter Suizid überschrieben (DT vom 1. Februar). Warum ist dies so? Einfach deswegen, weil der Glaube an die Unsterblichkeit der Menschenseele vielfach verloren gegangen ist beziehungsweise verdrängt wird.

„Die Seele des Menschen ist unsterblich.“ So lautet die fünfte der sechs Grundwahrheiten, die früher, solange nach der Lehre des Katechismus unterrichtet wurde, den Schülern mitgeteilt wurde. Dies ist aber heutzutage in vielen Fällen nicht mehr gegeben. In der achtbändigen katechetischen Reihe von Bischof Andreas Laun wird dieses Thema sowohl im fünften wie auch im achten Band ausführlich behandelt. „Alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden.“ So steht es im Hebräerbrief geschrieben (Hebr. 4,13). Nach welchen Kriterien den Menschen das Urteil gesprochen wird, darüber hat Jesus vor allem in seinen Gerichtsreden gegen Ende seines öffentlichen Wirkens besonders eingehend gesprochen.

Das heute vielfach zitierte Motto „Frohbotschaft statt Drohbotschaft“ wird dem Ernst dieser Tatsache sicher nicht gerecht. Es ist daher sehr verantwortungslos, wenn dies heutzutage den heranwachsenden Menschen nicht mehr gesagt wird. In der Botschaft von Fatima, die ja kirchlich anerkannt ist, spricht die Gottesmutter Maria zu den drei Seherkindern wiederholt vom Ernst dieser Situation für die Menschen. Daraus aber ergibt sich wieder die Wichtigkeit des vielfach vernachlässigten Bußsakramentes, an das Papst Franziskus die österreichischen Bischöfe anlässlich ihres jüngsten Ad limina-Besuches in Rom erinnert hat.