Debatte um das Betreuungsgeld und die CSU: Humankapital statt Finanzkapital

Die CSU besteht auf der Einführung des im Koalitionsvertrag vereinbarten Betreuungsgeldes „ohne Wenn und Aber“ (DT vom 10. April). Das ist sehr verantwortungsvoll und so ist das verfassungsmäßige Recht der Eltern auf Wahlfreiheit zu bestimmen, ob sie die Kinder selbst zuhause erziehen oder sie in die Kita geben wollen. Die Kosten für einen Kitaplatz werden mit circa 1 200 Euro benannt, während die Eltern anfangs mit nur 100 Euro, nicht mehr als ein Trinkgeld, abgespeist werden. Da entsteht durch finanziellen Druck auf die Eltern ein Zwang, ihre Kinder einer kollektiven Zwangsbetreuung in Kitas auszusetzen. Neueste Forschungen und Studien in den USA und in den Niederlanden warnen vor den Risiken durch Stressbelastung der Kitakinder für die seelische und körperliche Gesundheit und die sozioemotionale Kompetenz. Kommen gesteigerte Jugendkriminalität mit hoher Gewaltbereitschaft vielleicht davon, von fehlender Geborgenheit in den Familien? Darüber sollte einmal gesprochen werden und nicht nur über die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes.

Was ist los in Deutschland? Arbeiten nicht Ideologen am steten Niedergang unseres Volkes? Regiert mal wieder nur die Wirtschaft und wird das Finanzkapital hier mehr gefördert als das Humankapital, welches unsere Kinder, unsere Zukunft sind?