Benedikt XVI. und die alte Liturgie: Nicht im luftleeren Raum entstanden

In ihrem Leserbrief „Verdienst Papst Benedikts, nicht der Piusbruderschaft“ vom 4. April übersieht Frau Zeiger drei wichtige Tatsachen: 1. Das Motu proprio Papst Benedikts XVI. ist nicht einfach im luftleeren Raum entstanden oder vom Himmel gefallen. Es ist vor allem die Frucht unzähliger Diskussionen von Erzbischof Lefebvre und seinen Priestern mit Kardinälen, Bischöfen und den römischen Behörden. Außerdem war und ist die Piusbruderschaft in ihrem weltweiten Wirken die lebendige Demonstration für die Fruchtbarkeit der überlieferten heiligen Messe. Ihr Anteil am Zustandekommen des Motu proprio kann von keinem aufmerksamen Beobachter in Abrede gestellt werden.

2. Wir freuen uns über die sonntägliche Zelebration der überlieferten hl. Messe in St. Ingbert. Freilich sollte man nicht vergessen, dass der Zelebrant 1987 von Erzbischof Lefebvre geweiht worden ist. Gäbe es ohne Erzbischof Lefebvre und die Piusbruderschaft überhaupt eine Petrusbruderschaft und damit eine sonntägliche hl. Messe in St. Ingbert? Vor einigen Jahren sagte mir der Organisator der Motu-proprio-Messe in Dublin/Irland wörtlich: „Wir wollen nicht, dass die Piusbruderschaft verschwindet. Sie ist nämlich unsere Lebensversicherung.“

3. Rom hat nie behauptet, die Piusbruderschaft sei im Schisma. Noch dieser Tage hat Kardinal Castrillón Hoyos in einem Interview festgestellt: „Die Piusbruderschaft ging nie den Weg der Häresie und vollzog nie ein wirkliches Schisma.“