Als Volontär beim Weltjugendtag

„Du bist der erste Volontär, der uns wirklich weiterhelfen kann!“, entgegnet mir eine spanische Pilgerin begeistert, während ich sie auf dem Weg zu meiner Unterkunft zu ihrem Eingang auf das Blonia-Feld begleite. Das ist noch gar nicht alles, denn ich werde mit Sprechchören wie „Este es un buen voluntario“ (Das ist ein guter Volontär) verabschiedet. Ich erzähle das nicht, weil ich damit prahlen möchte, dass ich im Gegensatz zu allen anderen vermeintlich ein guter Volontär gewesen wäre, sondern einfach, um die Freude des Volontär-Seins eingehend aufzuzeigen.

Aber Moment mal! Was ist das eigentlich: Ein Volontär? Ganz einfach: Jemand, der sich freiwillig dazu verpflichtet, während des Weltjugendtags eine bestimmte Aufgabe in der Organisation zu übernehmen und dadurch Gott und den Menschen zu dienen.

Konkret heißt dies, dass man einem bestimmten „Department“ zugeteilt wird, welches seine spezifische Aufgabe hat. Ich hatte beispielsweise das Glück, im deutschen Social Media-Team des Kommunikationsdepartments zu sein. Falls ihr mal auf die Facebook- oder Twitter-Seite schaut, wisst ihr jetzt, wer das gemacht hat und was ich die ganze Zeit über gemacht habe.

Mit meinem „Job“ war ich unglaublich zufrieden, denn es macht mir einfach Spaß, die Botschaft des WJT durch die sozialen Medien schnell und unkompliziert in die Welt zu bringen. Außerdem konnte ich auf diese Weise viele super nette andere Volontäre aus den verschiedensten Ländern der ganzen Welt kennenlernen, die ich inzwischen meine Freunde nennen kann.

Auf der anderen Seite gehört zum Volontariat aber auch dazu, dass man bescheiden sein kann und Aufopferungsbereitschaft besitzt. Die Bescheidenheit möchte ich vor allem auf die Unterkunft beziehen, in welcher mehrere hundert Volontäre in einer Halle geschlafen haben, mit dementsprechenden Nebengeräuschen und Klima. Die Aufopferungsbereitschaft braucht man, wenn man dutzende Stunden (teilsweise bis zu zwölf) arbeitet und damit an den meisten Veranstaltungen selbst nicht teilnehmen kann.

Trotz alledem kann ich sagen: Habt keine Angst! Es lohnt sich, Volontär zu werden! Die zweiwöchige Zeit, welche man auf engstem Raum zusammen mit Volontären aus der ganzen Welt erlebt und gleichzeitig anderen Menschen hilft, ist unbezahlbar! Sehen wir uns also in Panama 2019?

Der Autor, 18, war Volontär beim

Weltjugendtag in Krakau