Hier bloggen vom 10. bis 22. August Mitglieder des Projektes "junge Federn" der "Tagespost" entweder direkt vor Ort aus Spanien oder als Daheimgebliebene aus Deutschland über den Weltjugendtag 2011 in Madrid. Mitglieder des Projektes sind (in alphabetischer Reihenfolge): Christian Beirowski (Regensburg), Benedikt Bögle (Ettal), Matthias Bürgel (Köln), Rudolf Gherig (Würzburg), Joseph Kauer (Erfurt), Veronika Lange (Magdeburg), Eva Leifeld, Sebastian Pilz (Fulda), Franziska Pröll (Freiburg), Peter Rinderer SDB (Österreich), Reinhild Rössler (Köln), Miriam Schilling (Trier), Theresa Wagener (München), Katharina Wolf, Luise Thiede (Berlin) und Andreas Titze (Görlitz).






17.08.2011 18:52

Konzentration auf das Wesentliche

Von Clemens Mann, Madrid
Dank der Hitze passiert das ziemlich oft. Sogar die Aufbauarbeiten für den Kreuzweg werden während des Eröffnungsgottesdienstes mit Kardinal Rouco Varela nicht eingestellt. Da hämmert ein Bauarbeiter herum, werden Hebebühnen auf und ab gefahren, während Kardinal Varela eine flammende Rede über die Generation Benedikt XVI. hält. Ich werde bei dem ganzen Trubel etwas nachdenklich. Denn bei unserem letzten Abend im Konvent der Bruderschaft „Maria Morgenstern“ in Ledesma (Diözese Salamanca), bei denen ich während der Tage der Begegnung untergebracht war, hatte uns die Priorin der Gemeinschaft einen Rat gegeben. Bereits während der letzten Tage hatten wir immer wieder sehr intensive Gespräche über den Glauben geführt, sodass viele von uns Anstöße für ihr Glaubensleben erhielten. An diesem Abend wollte sie uns etwas sagen, was sie wirklich auf dem Herzen hatte. Lasst euch nicht ablenken von dem ganzen Trubel, von den ganzen Menschenmassen, all das ist nicht entscheidend, sagte sie uns. Entscheidend sei die Begegnung mit Christus während dieser Tage, im Gebet, im Kleinen. Die Begeisterung, die wir auf dem Weltjugendtag erlebten, sollten wir uns dennoch erhalten und dann mit nach Hause nehmen. Denn dann gelte es, die Beziehung mit Christus weiter zu pflegen und zu vertiefen. Der Ratschlag der Priorin der kleinen und ihren Glauben sehr authentisch lebenden Gemeinschaft begleitet mich in diesen Tagen. Eine Jugendliche, die zuvor noch auf keinem Weltjugendtag war, erzählte mir, dass sie etwas enttäuscht sei. Ja, die Party sei toll. Aber gerade das intensive spirituelle Erleben vermisse sie. Wer nach Madrid pilgert, muss sich diese Räume der Begegnung mit Christus suchen und erkämpfen. Die Versuchung, sich ablenken zu lassen und den Blick auf das Wesentliche, nämlich Christus, zu verlieren, ist groß. Die gute Nachricht: Die Möglichkeiten Christus zu begegnen sind da: Im Retiro-Park im Spirituellen Zentrum, bei der eucharistischen Anbetung, in den vielen Kirchen und Kapellen in Madrid, in den Gespräch und Zeugnis anderer Christen. Christus reicht jedem Pilger die Hand. Ergreifen muss man sie selbst…

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