Perspektiven schaffen – Fair handeln

Zum Abschluss der bundesweiten Fairen Woche unter dem Motto „Perspektiven schaffen – Fair Handeln!“ Anfang Oktober haben die Veranstalter von „Fair Trade“ eine positive Bilanz gezogen: Über 4 200 Einzelveranstaltungen rund um den Fairen Handel seien angemeldet gewesen.

Unter dem Motto „Perspektiven schaffen - Fair handeln!“ fand vom 14. bis 27. September zum achten Mal die Aktionswoche zum Fairen Handel statt. Bei Produktverköstigungen und fairen Frühstückstafeln, in Ausstellungen und Gottesdiensten, bei Infoveranstaltungen und Konzerten machten die Aktiven deutlich, dass Fairer Handel Zukunftsperspektiven schafft. Die Aktionswoche zum Fairen Handel wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Evangelischen Entwicklungsdienst (eed), Brot für die Welt und dem Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR finanziell gefördert. Sie ist eine Aktion des Forums Fairer Handel, dem Netzwerk des Fairen Handels in Deutschland.

Hunderte von Schulen, Aktionsgruppen, Restaurants und Cafés, Kirchengemeinden, Weltläden, Supermärkte, Kantinen und Unternehmen sowie zahlreiche engagierte Einzelpersonen hätten mit ihren Veranstaltungen deutlich gemacht, dass der Faire Handel Perspektiven schafft – durch die Förderung von Gesundheit, Bildung, ökologischer Nachhaltigkeit und globaler Gerechtigkeit. Unterstützt seien sie von zahlreichen Prominenten wie zum Beispiel Schirmfrau Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesminister a.D. Dr. Norbert Blüm, Sterneköchin Lea Linster und Schauspielerin Cosma Shiva Hagen worden. Das Motto „Perspektiven schaffen - Fair Handeln!“ sei auch von mehreren Vertreterinnen und Vertretern von Produzentenorganisationen mit Leben gefüllt. Aus erster Hand berichteten diese auf über 100 Veranstaltungen von den positiven Auswirkungen des Fairen Handels auf ihre Familien und Regionen. „Der Faire Handel hat unser Leben stark verändert. Durch den Fairen Handel haben die Produzenten nun ein festes Einkommen und können ihre Kinder zur Schule schicken“, sagte Yannina Meza, Geschäftsführerin der Handwerkerkooperative Manos Amigas in Peru.

Rund 500 000 Menschen konnten mit den Aktivitäten zur Fairen Woche direkt angesprochen werden, weitere Millionen wurden durch mehrere Hundert Beiträge in TV, Hörfunk und Printmedien sowie durch Handzettelwerbung in diversen Supermarktketten auf den Fairen Handel aufmerksam gemacht, so die Ausrichter. Zu den Höhepunkten der fairen Woche zählten die Verleihung des Titels Hauptstadt des Fairen Handels an die Stadt Marburg, die Ernennung von Dortmund, Marburg, Rumbach und Neumarkt in der Oberpfalz zu Fairtrade-Towns sowie die Weltrekordaktion von TRANSFAIR: Am 25. September wurden innerhalb einer Stunde 120 566 Tassen fair gehandelter Kaffee getrunken. pd/sei