Die Karriere des Simon Mayr

Aus der bayerischen Provinz in die Welt der italienischen Städte

Am 14. Juni 1763 wurde in dem kleinen Dorf Mendorf nahe Ingolstadt ein Knabe geboren, der die musikalische Welt um 1800 in Atem halten sollte. Johann Simon Mayr machte eine beispiellose Karriere als führender Opernkomponist seiner Zeit. Der gläubige und bescheidene Mayr vollendete sein Leben in Bergamo, wo er sich als Kapellmeister an Santa Maria Maggiore ganz der Kirchenmusik widmete.

Mayr war ein bedeutender Wohltäter und ein aufgeklärt denkender Kopf. Sein bedeutendster Schüler, der Opernkomponist Gaetano Donizetti, hat Mayr nie vergessen, dass er ihn als Kind im wahrsten Sinn des Wortes aus der Gosse gezogen und unentgeltlich unterrichtet hat.

Im Vorblick auf den 250. Geburtstag des Komponisten im Jahr 2013 widmen sich die „Simon Mayr-Tage“ in seiner Heimat Ingolstadt zwei herausragenden Werken: Am 5. Mai erklingt in der Kirche Maria de Victoria das Oratorium „Jacob a Labano fugiens“, Mayrs erstes, 1791 in Venedig geschriebenes Werk dieser Gattung. Dem gegenüber steht seine letzte Oper, die am 10. Mai im Festsaal Ingolstadt konzertant gegeben wird: „Demetrio“ aus dem Jahr 1823. Es gastiert das Ensemble der Oper aus dem polnischen Poznan, wo das Werk erst im März eine szenische Aufführung erlebte. Am 11. Mai singt Sumi Hwang in Pfaffenhofen bei einer Operngala Arien von Mayr, seinem Schüler Donizetti und seinen Bewunderern Rossini und Verdi. DT/wh

Info:

www.simon-mayr.de

www.simon-mayr-regional.de