Tagespost bleibt Tagespost

Frisches Layout, neue Inhalte, gleiche Linie: Eine Gebrauchsanweisung für die erneuerte Tagespost. Von Oliver Maksan

Verehrte Leser, nun ist es soweit: Die Tagespost erscheint als Wochenzeitung. Nach einem turbulenten Jahr, in dem ein endgültiges Aus der Zeitung alles andere als unwahrscheinlich war, ist dies ein doppelter Grund zur Freude: Auch 70 Jahre nach ihrer Gründung ist die katholische Stimme unter den Zeitungen nicht verstummt, weil ihre Leser beherzt und großzügig geholfen haben. Zum anderen freuen wir uns, Ihnen eine nach Form und Inhalt anspruchsvollere Zeitung in die Hand legen zu können. Wie Sie schnell erkennen werden, ist manches neu, aber im Grunde nichts wirklich anders. Die Tagespost bleibt die Tagespost. Wo katholisch draufsteht, wird auch künftig katholisch drin sein. Die erneuerte Tagespost soll Ihnen   auf 32 Seiten, durchgehend farbig und auf wertigerem Papier   ein inspirierender Begleiter durch Ihre Woche sein.
Neu ist, dass wir Ihnen künftig einen Wochenschwerpunkt auf den Seiten 2 und 3 anbieten. Die Seiten 4 7 schauen wie bisher auf politische Entwicklungen im deutschsprachigen Raum und der Welt. In der neuen Rubrik "Das Porträt" wird eine wichtige Person des Zeitgeschehens unter die Lupe genommen. Weil klare Meinung und Argument fest zur Tagespost gehören, räumen wir Kommentaren künftig auf der 8 eine ganze Seite ein. Das zweite Buch   so heißen die Einzelteile des Blattes in der Druckersprache   ist dann dem Thema Kirche gewidmet. Das Leben der deutschsprachigen Kirche, der Blick auf Rom und den Papst und schließlich die Weltkirche stehen im Zentrum. Neu ist die Seite Neuevangelisierung (Seite 15), die Personen und Gemeinschaften in den Blick nimmt, die nicht bitter zurückschauen, sondern im Glauben neu aufbrechen wollen. Im Wechsel werden Sie auch eine Katechesekolumne und die Rubrik "Exercitium" finden. Der renommierte ehemalige FAZ-Journalist Lorenz Jäger beginnt mit einer geistlich-geistvollen Betrachtung des Alltags.
"Kultur" ist der Name des dritten Buchs. Das Feuilleton gibt auf drei Seiten Raum für große Gedanken. Rubriken wie das Tagesposting setzen wir fort. Wir freuen uns, dass der beliebte ZDF-Journalist Peter Hahne den Aufschlag macht. Die Folgeseiten informieren Sie wie gewohnt über Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen. Im medialen Zeitalter muss natürlich den Medien besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die beiden Seiten wollen einerseits über aktuelle Entwicklungen   Blogs, Filme, DVDs   informieren, andererseits den Medien ethisch auf die Finger schauen. Die Rubrik "Der dicke Hund" will dann laut bellen, wenn etwa die Kirche in den Medien wieder einmal ihr Fett abkriegt. Regelmäßig wollen wir auch Journalisten nach ihrem Selbstbild und der Rolle des Glaubens in ihrem Leben befragen. "Meinungsmacher" stehen uns dann Rede und Antwort.
Das vierte und letzte Buch "Leben" wird eröffnet von der neuen Seite Glaube und Wissen. Dort kommt der Glaube mit Natur- und Geisteswissenschaft ins Gespräch   und wird zur Not auch verteidigt. Weil Familie für Christen zentral ist, heute aber so angegriffen ist wie nie, gibt es künftig jede Woche eine eigene Seite zum Thema. Mit Familie eng zusammen hängt das Thema Bildung. Katholiken wissen: Bildung erschöpft sich nicht in rein äußerlichem Faktenwissen, sondern muss die ganze Person erfassen. Die Reiseseite führt Sie wie bisher an die schönen Orte der Welt. Um den Bereich Lebensart erweitert will sie auch das gute Leben in den Blick nehmen: Wein, Kulinarisches und mehr werden Ihnen da serviert. Auf zwei Seiten folgt dann Interessantes und Kurioses aus Aller Welt. Die letzte Seite gestalten Sie, liebe Leser, selbst: Wie schon bisher kommen Sie mit Ihren Zuschriften in der Rubrik Aussprache zu Wort.  
Wir wünschen gute Lektüre, freuen uns auf Ihre Rückmeldungen und auf ein gemeinsames Jahr 2018, das für uns alle ein segensreiches sein möge.