Stephanuskreis: Mehr Einsatz für verfolgte Christen

Der Stephanuskreis der Union fordert, sich stärker um das Schicksal verfolgter Christen und religiöser Minderheiten zu kümmern.

Aftermath of church blast in Nigeria
Christliche Kirchen sind immer wieder das Ziel islamistischer Anschläge in Nigeria. Foto: Str (EPA)

Der Vorsitzende des Stephanuskreises der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Heribert Hirte (CDU), hat mit Blick auf den weltweiten Gebetstag der verfolgten und bedrängten Christen am zweiten Weihnachtstag zu mehr Solidarität mit religiösen Minderheiten aufgerufen. „Wir setzen uns für Christen ein, damit sich die Situation auch für andere verbessert“, erklärte Hirte am Freitag in Berlin. „Es ist für diese Menschen wichtig zu wissen, dass wir sie nicht vergessen haben.“ Er bete besonders für die Christen im Norden Nigerias. Regelmäßig litten sie unter Attentaten, Entführungen und brutaler Gewalt, unter anderem durch die islamistische Terrorgruppe Boko Haram. Die ungerechte Macht- und Ressourcenverteilung scheine dort das Kernproblem zu sein. Die Religion diene allerdings dazu, vorhandene Konflikte noch weiter aufzuladen.

Die Mitglieder des Stephanuskreises würden sich auch in dieser Legislaturperiode für das Recht der Religionsfreiheit stark machen und sich für unterdrückte Christen einsetzen, kündigte Hirte an. Ein künftiger deutscher Sonderbeauftragter für Religionsfreiheit könnte auf den Schutz von Christen im außenpolitischen Handeln noch größeres Gewicht legen.

Der 26. Dezember ist der Gedenktag des heiligen Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers und Namensgebers des Stephanuskreises. Das überkonfessionelle Gesprächsforum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion tritt nach eigenen Angaben für Toleranz und Religionsfreiheit ein und kümmert sich um die Situation verfolgter Christen in aller Welt. In dieser Legislaturperiode hat sich der Gesprächskreis noch nicht wieder neu konstituiert.

DT/KNA