"Mehr Gottvertrauen ohne große Budgets"

Menschen, die über ein festes Budget verfügten, mangele es mitunter an Gottvertrauen, meint Father James Mallon im Gespräch mit der "Tagespost"

James Mallon aus Kanada spricht zum Thema "Aus Konsumenten Jünger machen" in der Georgskirche in Augsburg. Foto: Winkler

Father James Mallon aus der Gemeinde St. Benedict im kanadischen Halifax hat bei dem Thementag „Aus Konsumenten Jünger machen“ des Instituts für Neuevangelisierung behauptet, dass Menschen, die über ein festes Budget verfügen, mitunter das notwendige Gottvertrauen vermissen lassen. Wer im Glauben an Gott voranschreiten möchte, müsse es wie Mose machen, zu dem Gott sprach: „Mose heb deinen Stab und ich teile die Wassermassen“. Stattdessen würden viele sagen: „Lasst uns warten, bis sich die Wasser teilen und erst dann heben wir den Stab“. Mallon weiß von seiner eigenen Gemeindearbeit zu berichten: „Wenn du einen Schritt nach vorne machst, um einen Dienst zu tun, und du hast kein Geld und du weißt nicht, woher das Geld kommen soll, dann hilft das tatsächlich deinem Glauben." Daneben beklagte Mallon ein Konsumenten-Denken in der Kirche, das auf der Irrlehre des Pelagianismus fuße, wonach sich Gottes Gnade und seine Liebe verdienen lasse. „Der Konsument fragt, was ist das mindeste, was ich tun muss, um in den Himmel zu kommen.“ Die finanziellen Mittel seien nicht per se schlecht, aber es stelle sich die Frage, wie sie für die Mission und für die Pastoral eingesetzt werden sollten. Mallon fand lobende Worte für Alpha, die weltweite Katechesekurse anbieten, um Menschen für das Evangelium zu begeistern nach dem Motto: „Kommt und seht!“ Dazu brauche man nicht Theologe oder ein Experte der Evangelisierung zu sein, meinte Mallon.

DT/bwi