Katholischer Weltfriedenstag: Fokus auf Flüchtlingen

Die katholische Kirche begeht zum 51. Mal den Welttag des Friedens. Papst Franziskus wirbt in seiner Friedenstagsbotschaft für Mitgefühl, Weitsicht und Mut bei der Aufnahme von Geflüchteten.

Brieftauben starten am Weltfriedenstag
Brieftauben starten beim Internationalen Sternflug am Weltfriedenstag am 01.09.2013 an der Gedenkstätte Seelower Höhen in Seelow (Brandenburg). Foto: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)

Zum morgigen katholischen Weltfriedenstag rufen Papst und Bischöfe der Weltkirche zu einer intensiveren Beschäftigung mit dem Thema Flucht auf. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) veröffentlichte dazu eine Online-Themenseite, deren zentraler Bestandteil die Friedensbotschaft von Papst Franziskus ist. Sie hat den Titel "Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden". In sechs Kapiteln behandelt Franziskus darin das Thema Migration. Die DBK-Themenseite (www.dbk.de) bietet zu jedem Kapitel Hinweise für eine vertiefende Beschäftigung und Links zu weiterführenden Texten. Am 1. Januar 2018 begeht die katholische Kirche zum 51. Mal den Welttag des Friedens. Papst Paul VI. (1963-78) wollte demnach mit der Einführung den ersten Tag eines neuen Jahres unter die Perspektive des Friedens stellen. Wegen des zeitgleich gefeierten Hochfestes der Gottesmutter Maria finden in vielen Pfarren Gebetsgottesdienste zum Welttag des Friedens in den ersten Wochen des neuen Jahres statt.

Papst Franziskus wirbt in seiner aktuellen Friedenstags-Botschaft für einen "Blick des Vertrauens" auf die globalen Migrationsbewegungen. Sie seien eine Gelegenheit, eine friedvolle Zukunft aufzubauen. Die Regierenden fordert in dem Schreiben Franziskus auf, die Aufnahmepolitik "auf ein Höchstmaß" auszuweiten, "soweit es das wahre Wohl ihrer Gemeinschaft zulässt". Als Hauptursache von Vertreibung und Migration beklagt der Papst bewaffnete Konflikte und andere Formen organisierter Gewalt. Das neue Jahrhundert habe gegenüber dem vergangenen "noch keine wirkliche Wende gebracht". Motive für Migration seien aber auch die Hoffnung auf ein besseres Leben und die Flucht vor Armut oder den Folgen von Umweltzerstörung, einschließlich dem Wunsch, sich mit seiner Familie zu vereinen oder Arbeit zu finden. "Wer diese Rechte nicht besitzt, lebt nicht in Frieden", so der Papst.