Benedikt XVI. lobt Kardinal Müller

Der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation habe die klaren Überlieferungen des Glaubens verteidigt, schreibt der emeritierte Papst an Kardinal Müller in einer Festschrift zu dessen bevorstehenden 70. Geburtstag.

Benedikt XVI. und Gerhard Ludwig Müller
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. begrüßt am 22. Februar 2014 während eines Konsistoriums im Vatikan den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Foto: Romano Siciliani (KNA)

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat Kardinal Gerhard Ludwig Müller zu dessen bevorstehenden 70. Geburtstag am 31. Dezember gelobt und zu weiterem Einsatz für die Kirche ermutigt. "Du hast die klaren Überlieferungen des Glaubens verteidigt, aber im Sinn von Papst Franziskus ein Verstehen dafür gesucht, wie sie heute gelebt werden können", zitiert das vatikanische Nachrichtenportal "Vatican News" aus einem Schreiben des emeritierten Papstes an Müller. Benedikt ermutigt den ehemaligen Leiter der vatikanischen Glaubenskongregation auch, sich weiter für die Kirche zu engagieren. Als Priester und als Theologe könne er auch ohne ein bestimmtes Amt weiter "öffentlich dem Glauben dienen", so der emeritierte Papst. Vatican News zitiert aus einem Grußwort des früheren Papstes an Müller für eine Festschrift. Darin äußern sich unter anderen auch Müllers Nachfolger als Glaubenspräfekt, Erzbischof Luis Ladaria Ferrer, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sowie Ökumenerats-Präsident Kardinal Kurt Koch.

Benedikt XVI. holte 2012 den damaligen Regensburger Diözesanbischof Müller nach Rom an die Spitze der Glaubenskongregation. Papst Franziskus nahm den Dogmatiker 2014 ins Kardinalskollegium auf, verlängerte aber im Juni 2017, für viele überraschend, Müllers Amtszeit nicht mehr für weitere fünf Jahre. Müller selbst erklärte später in einem Interview, der Papst habe ihm mitgeteilt, dass er dazu übergehen wolle, die Amtszeiten generell auf fünf Jahre zu begrenzen.

DT/KAP