Bußfeier im Petersdom

Der Papst ging beichten und nahm auch anderen die Beichte ab

Vatikanstadt (DT/KNA) Papst Franziskus hat am Freitag einen Bußgottesdienst im Petersdom gehalten. Im Mittelpunkt der von Stille und Ernst geprägten Feier stand die Besinnung auf die eigenen Verfehlungen. Fast eine Viertelstunde verharrten der 80-jährige Papst und hunderte Gottesdienstteilnehmer in schweigender Reflexion, bevor sie gemeinsam ein Sündenbekenntnis sprachen. Anschließend spendeten Franziskus und zahlreiche andere Priester den Gläubigen, die dies wünschten, einzeln das Bußsakrament. Der Papst beichtete zunächst selbst bei einem Geistlichen, bevor er selbst rund einem Dutzend Besuchern die Beichte abnahm und ihnen Versöhnung mit Gott und der Kirche zusprach. Franziskus setzt damit eine Tradition der vergangenen Jahre fort. Die Besinnung auf eigene Schwächen und die Beichte gehören für Katholiken zur Vorbereitung auf Ostern. Auch bei anderen Gelegenheiten hatte der Papst in der Vergangenheit – teils spontan – die Rolle eines Beichtvaters eingenommen. Die Barmherzigkeit Gottes und die Versöhnung sind zentrale Themen für Franziskus.