Missbrauch des Kreuzsymbols: Kunsthistorikerin rät zur Gelassenheit

Die Werbeaktion mit dem Model Sophia Thomalla am Kreuz ist ein „sinnentleerter Missbrauch eines Symbols“. Das sagte die Kunstreferentin des Erzbistums Köln, Anna Pawlick, in einem Interview mit dem Domradio.

Kreuz
Das Kreuz: Symbol des Christentums. Foto: dpa

Für Anna Pawlick ist der Fall klar: Die Werbeaktion mit dem Model Sophia Thomalla am Kreuz ist ein „sinnentleerter Missbrauch eines Symbols“. Das sagte die Kunstreferentin des Erzbistums Köln in einem Interview mit dem Domradio.

Die Frage sei, was wir grundsätzlich aushalten, so Pawlick. „Toleranz und ein dickes Fell kommen da ins Spiel.“ Die Aktion sollte ihrer Ansicht nach „offensichtlich ein Tabubruch sein“, das habe „in gewisser Weise funktioniert“.

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, hatte die Aktion zuvor bereits als „geschmacklos und dumm“ bezeichnet. Pawlick dazu: „Dem Urteil ‚dumm‘ würde ich mich sofort anschließen, weil das Ganze buchstäblich Unsinn ist“. Ob die Kampagne auch geschmacklos sei, liege „im Auge des Betrachters“. „Meines Erachtens haben wir es hier vor allem mit der Zurschaustellung einer Person zu tun, die hier völlig sinnentleert ist“, fasst die Kunstexpertin ihr Urteil im Domradio zusammen.

Domradio / jbj