Zeiten und Menschen (16)

Heute ist der 26. Dezember 2017.

Heute vor 150 Jahren wurde Alfred Huggenberger geboren, ein Schweizer Autor von Heimatromanen, die auch in Deutschland gelesen wurden. Huggenberger erhielt 1937 den Johann-Peter-Hebel-Preis und 1942 den Erwin von Steinbach-Preis der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er von den Nazis für die Propagierung der Blut-und-Boden-Literatur vereinnahmt.

Ebenfalls vor 150 Jahren wurde Julien Benda geboren, ein französischer Philosoph. In seinem Essay Der Verrat der Intellektuellen (1927) beklagte er einen Trend der Intellektuellen, die ihnen eigentlich zukommende Position des Universalismus, ihren Schlüsselwert der Gerechtigkeit und ihre Organisationsform der Demokratie zu verraten und sich zunehmend „politischen Leidenschaften“ wie dem Klassenkampf, dem Nationalismus oder dem Rassismus hinzugeben. In seiner Untersuchung über die europäische Nation (1933) trat er bereits früh für ein rational vereintes Europa ein und forderte eine supranationale Vernunft.

Vor 150 Jahren verstarb József Kossics, ein slowenischer Schriftsteller, Dichter, Sprachforscher, Historiker, Volkskundeforscher und katholischer Priester. Sein bedeutendstes Werk ist die erste slowenische Monografie Von Wenden in Ungarn (1829).
 
Vor 100 Jahren wurde Joe Osmanski geboren, ein US-amerikanischer American-Football-Spieler. Er spielte als Fullback bei den Chicago Bears.

Vor 100 Jahren verstarb Friedrich Lange, einer der führenden Publizisten der völkischen Bewegung des wilhelminischen Kaiserreichs. Lange vertrat einen dezidierten Rassenantisemitismus und widmete sich vor allem der Kolonialpolitik, der Bekämpfung der Sozialdemokratie und der Sammlungsbewegung im rechten Parteienspektrum. 1894 gründete er mit dem Deutschbund eine der ersten Organisationen der völkischen Bewegung.

Einen guten Tag wünscht

Josef Bordat