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Forum: Internationales Jahr des Priesters

Noch bis zum 11.06.2010 dauert das Internationale Jahr des Priesters. Die Tagespost widmete dem Thema ein eigenes Forum. Die Beiträge können Sie nun hier nachlesen. 



Garant der Einheit Drucken E-Mail
In der Eucharistie erreicht der Priester den Gipfel der Nachahmung des lebendigen Gottes

Nicht die ?Sache Jesu geht weiter?, sondern er selbst geht weiter. Der lebendige Christus ist Herr und Haupt seiner Kirche. Darin unterscheidet sich das Christentum zum Beispiel vom Islam, dass nicht ein Buch, zum Beispiel der Koran, sondern eine lebende Person, der Auferstandene, der Mittelpunkt ist. Deshalb gehört auf den Altar nicht in erster Linie die Bibel, sondern an den Altar gehört der Priester. Und den lebendigen wahren Menschen und wahren Gott kann absolut am ehesten und am besten ein lebendiger Mensch verkünden, nicht eine Prinzipienlehre, sei sie auch noch so gut. Das führt uns zur Ausgangsthese: Wie im Leben Jesu das Abendmahl die Mitte ist, so gipfelt die Nachahmung Jesu im priesterlichen Dienst am Altar.

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Im Weinberg gibt es Arbeit für alle Drucken E-Mail
Die Vielfalt der Berufungen macht den Reichtum des Gottesvolkes: Was das Zweite Vatikanische Konzil über die Rollenverteilung zwischen Priestern und Laien sagt

Ob Priester und Laien gut miteinander auskommen, hängt einerseits von deren menschlichen Eigenschaften ab. Schwierige Charaktere verursachen häufiger Konflikte als ausgeglichene Naturen. Nach meiner Erfahrung sind etwa achtzig Prozent der seelsorglichen Probleme psychologischer und zwanzig Prozent theologischer Natur. An Weihnachten feiern wir das Erscheinen der Güte und Menschenliebe Gottes (Tit 3, 4). Diese Güte und Menschenliebe müsste gerade im Miteinander von Priestern und Laien zum Tragen kommen.

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Nichts für Einzelkämpfer Drucken E-Mail
Leben und Dienst des Priesters vor dem Hintergrund des kanonischen Rechts und gegenwärtiger Neustrukturierungen
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Beim Papstbesuch in Freising im Herbst 2006 beschrieb der Papst in seiner Ansprache an die Priester und Seminaristen Strategien, um die tägliche Überlastung zu verkraften. Foto: dpa

Papst Benedikt XVI. hat in seinem Schreiben zum Beginn des Priesterjahres 2009/10 ausgeführt, dass dieses Jahr ?das Engagement einer inneren Erneuerung aller Priester für ein noch stärkeres und wirksameres Zeugnis für das Evangelium in der Welt von heute? fördern solle. Es kann bei dieser Initiative nicht darum gehen, das Priestertum gewissermaßen neu zu erfinden, sondern die einzelnen Gläubigen und die Kirche insgesamt sollen sich von Neuem der Bedeutung der priesterlichen Existenz und des priesterlichen Dienstes für das Leben der Kirche bewusst werden. Diese neue Bewusstseinsbildung wird angeregt angesichts eines dramatischen Rückgangs der Zahl der Priester in den westlichen Gesellschaften und der damit zusammenhängenden Notwendigkeit, die pastoralen Strukturen auch in den deutschen Bistümern neu zu ordnen.

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Mönche beackern seit Jahrhunderten die geistliche Kulturlandschaft Drucken E-Mail
Ohne die Orden wäre eine flächendeckende Seelsorge in Österreich schon lange nicht machbar ? Die Klöster sind aber zugleich geistliche Zentren
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Symbol einer von der monastischen Tradition geprägten Kultur: Stift Göttweig. Foto: IN

Was wäre Österreich ohne seine Stifte und Abteien? Ohne die weithin leuchtenden Glaubensburgen, die oft romantisch gelegenen jahrhundertealten Schatzkammern der Tradition und des Gotteslobes? Was wäre Österreich ohne die jungen Mönche der alten Abteien, ohne die dynamischen Bettelorden und die caritativen Gemeinschaften? Ohne die von Generation zu Generation weitergegebene, scheinbar der Ewigkeit entgegen rollende Sorge um die Erziehung der Kinder in Ordensschulen, um die Pflege der Kranken in Ordenskrankenhäusern, um die Formung der Intellektuellen an Universitäten, um die Last der Sünder in den Beichtstühlen? ?Klösterreich? wurde dieses Land genannt, lange bevor einige Klöster auf die pfiffige Idee kamen, aus diesem Reichtum Österreichs eine gemeinsame Strategie der Touristenwerbung zu machen.

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Vor allem Freude an guter Theologie Drucken E-Mail
Eine Spazierfahrt mit Prälat Walter Brandmüller in etruskischen Landen durch den Bildungskanon für katholische Priester
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Schöner Wissensspeicher: In der größten Klosterbibliothek der Welt in Stift Admont sind schon die Bücherregale ein Gesamtkunstwerk. Freunde der Kirchenväter kommen hier auf ihre Kosten. Foto: KNA

Hügelig geht es zu, im Norden von Rom. Hier und dort hat sich ein Flüsschen tief in den Tuffstein hineingeschnitten. Eine Landschaft, die vor Kultur nur so strotzt. Die alten Etrusker wohnten hier. Römische Familien bauten später ihre Villen, dann kamen die Langobarden. Schließlich wurde Latium zu einem Kerngebiet des Kirchenstaats. Adelsgeschlechter als päpstliche Lehensträger bauten Burgen und prächtige Residenzen. Es entstanden Kathedralen und Bischofspaläste. Eine an Sehenswürdigkeiten reiche Gegend, die zu Gesprächen über die edleren Dinge dieser Welt einlädt. Wie etwa über die Frage, welchen Bildungsstand die Kirche von ihren geweihten Amtsträgern erwarten darf. Denn nicht zuletzt das ist eins der vielen Themen des laufenden Priester-Jahrs.

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