Die Tagespost

ANZEIGE:

Die Angst, Muslime zu provozieren


In Frankreich wurde der Film „Der Apostel“ über die Konversion vom Islam zum Christentum aus den Kinos genommen. Von Markus Werz


Die Verteidigung der Meinungsfreiheit nach den Anschlägen in Paris hat erste Grenzen. Aus Sicherheitsgründen wurde die öffentliche Vorführung des Films „L'Apôtre“ (Der Apostel, 2014) über die Konversion eines jungen Muslims zum Christentum bis auf weiteres untersagt. Kinos in Nantes und Neuilly mussten den Film der Nachwuchsfilmemacherin Cheyenne Carron aus dem Programm nehmen. Der französische Inlandsgeheimdienst hatte die Veranstalter sowie die Kinobesitzer vor Attentaten gewarnt, da die „Ausstrahlung des Films von der muslimischen Glaubensgemeinschaft als Provokation aufgefasst werden könnte“, wie aus einem Schreiben hervorgeht, das verschiedenen französischen Medien vorliegt. Mittlerweile hat der Senator David Rachline (FN) diesbezüglich eine parlamentarische Anfrage an den Innenminister gestellt. Auch der Film „Timbuktu“ von Abderrahmane Sissako wurde in Villiers-sur-Marne, einem Vorort von Paris, aus dem Programm genommen. Der Bürgermeister Jacques-Alain Bénisti (UMP) hatte seine Aufführung präventiv untersagt: „Es liegt zwar keine konkrete Bedrohung vor, aber ich befürchtete, der Film könnte den Terrorismus verherrlichen“, meinte er gegenüber der Presse. Der Film „Timbuktu“ beschreibt die Schreckensherrschaft der Schebab-Milizen und ist für das Festival in Cannes nominiert. Von der absoluten Meinungsfreiheit ist in diesen Fällen nicht mehr viel zu spüren: Das konservative Magazin „Le Point“ fragt in einem Artikel: „Sind L'Apôtre und Timbuktu gefährlicher als Charlie Hebdo?“  weiter...




Geniestreich mit Schönheitsfehlern


Bis heute verbindet man mit G. K. Chesterton die Father-Brown-Krimis. Doch auch sein Roman „Der Mann, der Donnerstag war“ macht ihn trotz einiger Schwächen zum großen Schriftsteller. Eine literarische Entdeckungsreise lohnt sich sehr. Von Michael Hanke


Gilbert Keith Chestertons (1874–1936) Ruhm ist unlöslich mit dem seines berühmtesten Helden verbunden. Denn wer denkt bei der Nennung des Namens Chesterton – in seiner englischen Heimat schlicht G.K.C. – nicht sogleich an Father Brown, jenen kleinen katholischen Geistlichen, der uns mit seiner „komischen Mischung aus Plattheit und heiliger Einfalt“, bereits in der ersten der ihm gewidmeten fünfzig Geschichten, „Das blaue Kreuz“, zunächst zum Lachen, dann aber zum Nachdenken bringt? Bis heute werden diese Detektivgeschichten allzu oft als römisch-katholische Propaganda abgetan, obwohl selbst ein abgebrühter Atheist wie der Romancier Kingsley Amis sie längst (und mit schlagenden Argumenten) zu den literarischen Glanzleistungen ihres Genres rechnet. Sie belegen, dass der Mann mit dem Gesicht „so rund und öde wie ein Norfolk-Knödel“ alles andere ist als platt und einfältig. Nur verdanken sich seine kriminalistischen Erfolge eben nicht der kühl kalkulierenden, fast schon unmenschlich wirkenden Ratio eines Sherlock Holmes, sondern der Demut des Seelenhirten, dem sittliche Niederungen aus dem Beichtgespräch und der eigenen Vorstellungskraft so vertraut sind, dass ein überführter Mörder ihn bestürzt fragt, ob er der Teufel sei. Nein, lautet die paradoxe Antwort: Er sei Mensch und trage deshalb alle Teufel im Herzen.  weiter...




ANZEIGE:

Der Schlussbericht zur Familiensynode

Die pastoralen Herausforderungen im Hinblick auf die Familie: Hier finden Sie den Schlussbericht der Außerordentlichen Synode zu Fragen der Ehe- und Familienpastoral im Wortlaut. Bitte auf das Bild klicken.

Theologie des Leibes

An der Katholischen Universität Eichstätt findet vom 14. bis 16. November 2014 eine Internationale Tagung zu "Liebe, Leib und Leidenschaft. Personsein aus der Sicht der Theologie des Leibes" statt. "Die Tagespost" sprach darüber mit dem Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke und den Initiatorinnen der Veranstaltung.
Zum Öffnen des Artikels bitte auf das Bild klicken.

Der Glaubenssinn des Gottesvolkes

Der "Sensus fidei im Leben der Kirche": Eine Hilfestellung der Internationalen Theologenkommission in Rom, um echte christliche Lehre und Praxis zu erkennen. Zum Öffnen des Artikels bitte auf das Bild klicken.

ANZEIGE:
ANZEIGE:
ANZEIGE:
ANZEIGE:
ANZEIGE:
ANZEIGE:
DIE TAGESPOST
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Verlags. Alle Rechte vorbehalten.