Die Tagespost

Festivitäten mit großer Unbekannte


Wie viele Besucher fluten zu Ostern und zur Heiligsprechung die Ewige Stadt? Für Franziskus hat der Höhepunkt des Kirchenjahrs längst schon begonnen. Von Guido Horst


Ein Hauch von Spannung liegt über der Ewigen Stadt: Rom bereitet sich auf eine festliche Osterwoche vor, die in der Heiligsprechung zweier Päpste gipfelt – und niemand weiß genau, was in den kommenden Tagen wirklich geschehen wird. Um die Kassen der hochverschuldeten Stadt doch noch ein wenig mit Staatsgeldern zu füllen, hatte der Herr auf dem Kapitol, Bürgermeister Ignazio Marino, die Zahl der zu erwartenden Gäste wohl etwas zu hoch getrieben. Zunächst war von sieben Millionen Menschen die Rede, die die Straßen und Plätze rund um den Vatikan fluten werden, um mitzuerleben, wie Franziskus seine beiden Vorgänger Johannes Paul II. und Johannes XXIII. in das Buch der Heiligen einschreibt. Dann sprach Marino von fünf, zuletzt von drei Millionen Besuchern – und den Hoteliers und Gaststättenbetreibern platzte schließlich der Kragen: Sie warfen der Stadtverwaltung „Panikmache“ vor, wie italienische Zeitungen berichteten. Mit den zu hoch gegriffenen Schätzungen habe vor allem der Bürgermeister einen „unbegründeten Medienwirbel“ ausgelöst. Manche hätten ihre bereits gebuchte Reise daraufhin aus Sorge vor langen Warteschlangen und schlechtem Service verschoben oder den Besuch ganz abgesagt, klagte der römische Hotelverband „Assohotel Confesercenti“. Leere Betten statt prall gefüllter Pensionen – und Hotelkassen? Niemand weiß es zu sagen. Der Vatikan hat darauf verzichtet, für die Heiligsprechungsfeier Einlasskarten auszugeben. So kann man nur abwarten, wie viele Menschen schließlich am Barmherzigkeitssonntag die Viertel zwischen Vatikan und Tiber sowie die Plätze Roms aufnehmen werden, auf denen Großbildschirme das Geschehen vom Petersplatz übertragen.  weiter...




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Download von Evangelii Gaudium

Hier können Sie das Apostolische Schreiben "Evangelii Gaudium" von Papst Franziskus herunterladen. Zum Download bitte auf das Bild klicken.

Video: Mit dem Bischof im Schafstall - neue Aktion des Bonifatiuswerkes

"Ich bin da, wo du bist" - so heißt die aktuelle Oster-und Erstkommunionaktion des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. Im Mittelpunkt steht das Gleichnis vom guten Hirten. Um dieses Motto Kommunionkindern deutlicher zu vermitteln, geht das Hilfswerk für den Glauben auch schon mal ungewöhnliche Wege. Jetzt zum Beispiel haben Bischof Franz-Josef Bode und Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, gemeinsam mit Kommunionkindern einen Schäfer besucht. Glaubensvermittlung zum Sehen, Hören, Riechen und Fühlen sozusagen. Zum Verständnis der Geschichte gehört aber auch die Botschaft, dass jeder Christ zum guten Hirten für andere werden soll. Die Kommunionkinder in Deutschland setzen das seit vielen Jahren sehr konkret um - durch ihre Spende für Kinderhilfsprojekte des Bonifatiuswerkes.
Video: KNA
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